"...heute bist du Revoluzzer, wenn du Noten lesen kannst..." 
(zit. Musiktheaterstück 2015 "Quasi una fantasia")


. Beethoven-Campus Bonn
. Werkstatt 
Open Air-Bühnen 
. Musiktheater 
. Hochkarätige Kammermusik 
. Singen, Singen für alle! 
. Künstler in Schulen 
. Schulen im Konzert 
. Ein Netzwerk zwischen jung und alt 
. Zwischen Laien und Profis 
. Eine Bürgerbewegung für junge Menschen

und ...       

. Viel Vergnügen!








  • ein lebendiges Netzwerk von zahlreichen Schulen und Kultureinrichtungen
  • Klassik, die junge Menschen begeistert
  • Violine trifft Flöte trifft Klavier trifft Gesang ... - eine Plattform für musikalische Begegnungen auch jenseits der eigenen Schule
  • innovative Fortbildungsangebote für werdende Profis: Musikstudenten aus aller Welt!
  • kreatives Musiktheater auf hohem Niveau
  • fast 100 % Auslastung - unser Publikum weist uns den Weg!
  • jährliche Eröffnung des Beethovenfestes mit über 1000 Schülern auf Bühnen in der ganzen Stadt
  • musikalisches Coaching für herausragende Ensemblearbeit
  • Begegnungen und Zusammenarbeit mit bedeutenden Künstlern
  • neue Erfahrungswelten mit Klassik für junge Menschen
  • Werkstattt, Coaching, Meisterkurse
  • über 300 engagierte Musikpädagogen und sonstige Kulturfachleute, die ehrenamtlich mitmachen
Ein Netzwerk für klassische Musik
(und solche, die es werden kann) 
in Bonn



WARUM?
In allen bedeutenden Konzertstädten der Welt – Bonn hätte gute Gründe, eine solche zu werden - setzt sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass musikalisches Interesse – soll es über die kommerziellen Medienangebote hinausgehen - Erziehungsanstrengungen erfordert. Ein attraktives Konzert-Angebot allein reicht nicht mehr, um insbesondere ein junges Publikum zu erreichen.

Längst gibt es einen Wettbewerb – nicht nur mit dem Überangebot elektronischer Unterhaltungsmedien, sondern auch mit Freizeitangeboten, in denen anspruchsvolle Kultur sich nicht aus eigener Kraft behaupten kann.
Ein seit Jahrhunderten rund um die Welt gepflegter Kulturbereich, die „Klassik“, war und ist Höhepunkt einer musischen und geistigen Leistung, mit der die Weltgeltung Deutschlands als Kulturnation begründet wurde. Sie ist bis heute Maßstab in einer einzigartigen Kulturlandschaft, die auch neuen, experimentellen und anspruchsvollen künstlerischen Ansätzen Gewicht verleiht.
Die sorgfältige und engagierte musische und geistige Erziehung des jungen Talents Ludwig van Beethoven in Bonn muss uns Verpflichtung sein, auch heute junge Menschen an kulturelle Werte heranzuführen, ihren Empfindungsreichtum und ihre Ideen durch „schöne Götterfunken“ zu entzünden.
Die herausragende Chance, in dieser Stadt Beethoven als Repräsentanten eines kulturellen Selbstverständnisses zu nutzen, ist erkannt worden. Vor allem durch junge Menschen soll sie mit Leben erfüllt werden.
Beethovens Heimat wird umso mehr in die Welt ausstrahlen können, als wir nicht nur ein junges Publikum, sondern auch eine vorbildliche geistig-musische Bildung in unserer Stadt vorweisen können.
Die Grundlagen dafür sind gut: Bonn verfügt über eine Reihe herausragender Institutionen, die auch oder vor allem die musische Bildung befördern: Beethovenfest, Beethoven-Orchester, Beethovenhaus, Beethoven Competition, Deutscher Musikrat mit Bundesjugendorchester, Bundesverband der Musikschulen sowie verschiedene theater-, museums- und auch konzertpädagogische Stellen. Durch eine vernetzte Zusammenarbeit zwischen Schulen und Kultureinrichtungen werden junge Menschen mit anspruchsvoller Kultur und ihren hochkarätigen Institutionen vertraut gemacht.

Seit 2004 motiviert die Vorsitzende des Vereins Solveig Palm zahlreiche Institutionen, Künstler und Lehrer zu musikalischer Zusammenarbeit mit jungen Menschen. Die Einrichtungen untereinander und vor allem die Bonner Schulen werden in einer Weise vernetzt, die viele (jährlich mehrere tausend!) musisch begabte und interessierte junge Menschen zusammenbringt, Interessen weckt und Talente fördert.

In Zukunft wird es noch mehr darauf ankommen,
- die Kooperationen untereinander auszubauen,
- weiterhin eine große Zahl junger Menschen mit unterschiedlichen Formaten zu erreichen und
- die Ausstrahlung der Beethovenstadt Bonn und des Beethovenfestes als „junge“ Kulturstadt über das regionale Interesse hinaus zu verbreiten.


Das Netzwerk versteht sich dabei als Initiator, Impulsgeber, Mittler und Motor.


Warum anspruchsvolle Musik?

1. Für das Gefühl:
Wahrnehmung von Musik ist Wahrnehmung von Gefühlszuständen. Musik zu machen und zu genießen erfordert, Gefühlen Raum zu geben.
Ein missverstandener Anspruch von „Coolness“ führt bei vielen Jugendlichen zu Unterdrückung, Leugnung und Verrohung von Gefühlen. Gewalt auszuhalten, teilweise auch sie auszuüben, gilt als „cool“.
Musik appelliert hingegen an die Empfindsamkeit für sich und andere.
Eine jahrhunderte lang gewachsene Musiktradition hat unendlich viele Facetten von Gefühlen abgebildet. In der Ausgestaltung unseres kulturellen Lebens sollten diese auch künftig abrufbar sein. Es geht dabei nicht um historische Kenntnisse. Ihr Gehalt zielt vielmehr auf Gefühlsdifferenzierung, Sensibilität, Selbstwahrnehmung, auf das genaue Kennen lernen und Empfinden eigener und fremder Gefühle.


2. Für Bildung und Identität
Mit einem grundsätzlich interdisziplinären Ansatz bringt das Netzwerk "Ludwig van B." Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Schulen und in verschiedenen Disziplinen in Kontakt miteinander. Schulfächer wie Musik, Deutsch, Geschichte, Philosophie und Kunst werden in ihren wichtigsten Ideen berührt, wenn Schülerinnen und Schüler dazu angeregt werden, sich mit Beethoven und der Epoche der Klassik im allgemeinen auseinander­zusetzen.
Ausgehend von der Klassik sollen möglichst eigenständig innovative Fragestellungen erarbeitet werden, die Beziehungen zwischen Tradition und heutigem Denken und Empfinden lebendig werden lassen. Verschiedene Kultur-Epochen und ästhetische Ansätze lassen sich ausgehend von Beethovens künstlerischem, menschlichen und politischen Engagement beziehungsvoll erleuchten.

3. Für produktive Kommunikation und Team-Arbeit
Durch die zahlreichen Kooperationsprojekte (Schüler und Schulen untereinander, Schulen mit Kultureinrichtungen, Beteiligung mehrerer Einrichtungen) sollen lokale, aber auch internationale und interkulturelle Begegnungen gefördert werden.

4. Für Teilhabe und Integration
Die ausschließlich von Schülern und Studierenden gestalteten Angebote richten sich in erster Linie auch an ein junges Publikum und möchten dazu anregen, junge Leute in die bestehenden Kulturinstitutionen zu locken. So soll ein begeistertes und interessiertes Publikum für morgen gewonnen werden.

Übrigens:
Sehr viele unserer mitwirkenden Jugendlichen kommen aus Familien mit Migrationshintergrund. Und sehr viele von ihnen bringen ein starkes Bewusstsein über die Bedeutung der abendländischen Kulturtradition mit!


Die Programmstruktur
bildet einerseits die enorme quantitative Ausbreitung jugendlicher Musizierkultur in Bonn und Umgebung ab, versucht andererseits aber auch den besonderen Talenten ein angemessenes Podium und Anreize zur Weiterentwicklung zu bieten. Von jungen Musikern selbst entwickelte Themen stehen neben den verabredeten Schwerpunktprojekten. Es gibt Großprojekte, die mehrere hundert Musizierende präsentieren, aber auch intime Veranstaltungsformen, die versuchen speziellen Interessen gerecht zu werden. Workshops und Meisterkurse wenden sich teils an Hochbegabte, teils auch an jedermann. Neben dem Schwerpunkt Klassik finden auch Unterhaltungsmusik und Pop Berücksichtigung. Die Formate werden ständig weiterentwickelt und nach Interesse, Möglichkeiten und Zielsetzungen optimiert.
Aktiv musizierend beteiligen sich jährlich ca. 1.500 Schülerinnen und Schüler. Weitere 3.000 - 5000 junge Menschen werden als Besucher, Workshop-Teilnehmer etc. erreicht.


Programmstruktur und -formate (hier klicken)